Länder Webseiten

Forschungsüberblick: Innovationen bringen die Nierenversorgung voran

Unsere F&E Highlights 2025: Präzisionsmedizin, KI-basierte Instrumente und Forschungskooperationen.

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten von Fresenius Medical Care (FME) im Jahr 2025 spiegeln eine entscheidende Verlagerung hin zu Präzisionsmedizin, datengetriebener Innovation und globaler Zusammenarbeit bei der Behandlung von chronischen Nierenerkrankungen wider. Geleitet von einer Strategie, die fortschrittliche Technologien, regionale Marktbedürfnisse und starke Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Industrie vereint, bauen wir unseren Einfluss in der Nierenversorgung weiter aus.

Unsere Höhepunkte aus dem Jahr 2025 zeigen, wie das Renal Research Institute (RRI) und die klinische Forschung innerhalb des Global Medical Office wissenschaftliche Erkenntnisse in bedeutende Verbesserungen der Patientenergebnisse umsetzen. Von KI-gestützten klinischen Tools bis hin zu Dialysetechnologien der nächsten Generation unterstreichen diese Initiativen das gemeinsame Engagement für die Verbesserung der Versorgungsstandards für Patientinnen und Patienten weltweit.

1 Heimdialyse kann Patientinnen und Patienten mit Nierenversagen erhebliche klinische Vorteile sowie eine bessere Lebensqualität bieten, setzt sich jedoch aufgrund verschiedener Hindernisse nur langsam durch. In einer Studie des Renal Research Institute, einer Tochtergesellschaft von FME, kamen fortschrittliche Methoden des maschinellen Lernens zum Einsatz, um auf Grundlage zahlreicher demografischer, klinischer und behandlungsbezogener Variablen Prädiktoren für die Nutzung der Heimdialyse zu identifizieren.

Dieser in Kidney Medicine veröffentlichte Arbeit zeigt das Potenzial von KI-gestützten Tools zur Verbesserung der individuellen Modalitätsauswahl und zur Unterstützung der gemeinsamen Entscheidungsfindung zwischen Patientinnen und Patienten sowie Pflegeteams. Diese Innovationen zielen darauf ab, die Verbreitung der Heimdialyse zu verbessern, indem die richtige Therapie für den richtigen Patienten gefunden wird, wodurch sowohl die Qualität der Versorgung als auch die Selbstbestimmung der Patientinnen und Patienten gefördert werden.

Hier können Sie die Studie (auf Englisch) lesen: Home Dialysis Prediction Using Artificial Intelligence.

2 Dialyse ist im Grunde genommen die Reinigung des Blutes zur Entfernung von Giftstoffen. Eine aktuelle Studie untersuchte, ob Dialysatoren mit größeren Poren, die die Entfernung größerer Giftstoffe ermöglichen, auch nützliche Moleküle entweichen lassen. Unter Verwendung eines einzigartigen Ex-vivo-Systems verglich die Studie den Proteinverlust bei High-Flux- und Medium-Cut-Off-Membranen (MCO).

Die Ergebnisse zeigen durchweg einen höheren Proteinverlust – bis zu 9-fach – bei MCO-Membranen. Diese Arbeit trägt wesentlich zum Verständnis der nichtselektiven Natur der Dialyse bei und wirft wichtige Fragen für zukünftige bioinformatische Analysen und klinische Studien auf

Mehr über die Studie erfahren sie in dieser Ausgabe von Forschung kurz erklärt: Proteinverlust bei High-Flux- und Medium-Cut-Off-Membranen.

3 Es ist von entscheidender Bedeutung, die klinischen Auswirkungen KI-gestützter Entscheidungsfindung zu verstehen. Eine Studie des Renal Research Institute untersucht den Zusammenhang zwischen der Nutzung eines KI-basierten Anämie-Kontrollmodells (ACM) und den Behandlungsergebnissen von Dialysepatientinnen und -patienten in Deutschland.

Die in BMC Nephrology veröffentlichte Analyse zeigt, dass der konsequente Einsatz von ACM-Tools sowohl mit wirtschaftlichen Vorteilen als auch mit Verbesserungen für die Patientinnen und Patienten verbunden war. Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial KI-gestützter klinischer Unterstützung, die Versorgung sowie die Behandlungsergebnisse nachhaltig zu verbessern, und zeigen zugleich einen skalierbaren Ansatz zur Integration prädiktiver Analysen in die tägliche nephrologische Praxis.

Hier lesen Sie mehr dazu (auf Englisch): Health-economic evaluation of an AI-powered decision support system for anemia management in in-center hemodialysis patients.

4 Die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle für das Wohlbefinden von Patientinnen und Patienten mit Nierenerkrankungen und erfordert einen personalisierten Ansatz, um ihren individuellen Ernährungsbedürfnissen gerecht zu werden. Das Renal Research Institute nutzt generative KI, um präzisere Ernährungsstrategien zu entwickeln, wobei medizinische, sozioökonomische und kulturelle Faktoren einer sehr heterogenen Patientengruppe berücksichtigt werden.

Erste Ergebnisse dieser Arbeit wurden im Journal of Renal Nutrition veröffentlicht und auf internationalen Konferenzen vorgestellt. Sie verdeutlichen das Potenzial KI-gestützter Lösungen, die Ernährungsberatung und damit auch die gesamte Patientenversorgung zu verbessern.

Lesen Sie hier die ersten Ergebnisse (auf Englisch): From bytes to bites: application of large language models to enhance nutritional recommendations.

5 Dialysepatientinnen und -patienten sind weiterhin mit erhöhten Hospitalisierungs- und Sterblichkeitsraten konfrontiert. Jüngste klinische Erkenntnisse, darunter Ergebnisse der CONVINCE-Studie und gepoolte Analysen, zeigen, dass die Hämodiafiltration (HDF) gegenüber der konventionellen Hämodialyse Vorteile bieten kann – insbesondere im Hinblick auf eine Senkung des Sterberisikos.

Um die breitere klinische Wirkung der HDF weiter zu untersuchen, wurde in einer groß angelegten Real-World-Studie die HDF mit der High-Flux-Hämodialyse bei 71.669 Patientinnen und Patienten verglichen, die zwischen 2019 und 2022 in 659 Zentren von Fresenius Medical Care in 23 Ländern in Europa, dem Nahen Osten und Afrika behandelt wurden. Die Studie zeigte, dass HDF dazu beitragen kann, Krankenhausaufenthalte von Patientinnen und Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz (ESKD) zu reduzieren – insbesondere Hospitalisierungen im Zusammenhang mit kardiovaskulären Komplikationen und Problemen beim Flüssigkeitsmanagement.

Diese Ergebnisse ergänzen die wachsende Evidenzbasis, die darauf hindeutet, dass HDF eine Reihe klinischer Vorteile bietet, darunter eine verbesserte Überlebensrate, bessere allgemeine Gesundheitsergebnisse und eine höhere Versorgungsqualität für Dialysepatientinnen und -patienten.

Mehr über die Studie erfahren sie in dieser Ausgabe von Forschung kurz erklärt: Hämodiafiltration und Hospitalisierungsbelastung bei Nierenversagen

Fortschritte in Wirkung umsetzen: The power of care

Diese Forschungs- und Entwicklungsergebnisse zeigen, wie nachhaltige Investitionen in Wissenschaft, Technologie und Zusammenarbeit die Zukunft der Nierenversorgung gestalten können. Fortschritte bei personalisierten Therapien, kontinuierliche wissenschaftliche Weiterentwicklungen und eine intensivere Forschungszusammenarbeit legen dabei den Grundstein für effektivere, gerechtere und stärker patientenorientierte Behandlungsmöglichkeiten. Die im vergangenen Jahr erzielten Erfolge sind jedoch nur der Anfang. Weitere Fortschritte werden maßgeblich von einem aktiven Engagement der klinischen, wissenschaftlichen und akademischen Gemeinschaft abhängen.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich aktiv einzubringen. Ob durch die Teilnahme an künftigen Studien, die Prüfung von Partnerschaften, den Einsatz neuer Instrumente in der klinischen Praxis oder durch Beiträge zum Dialog über präzisionsbasierte Nierenmedizin – alle Beteiligten können dazu beitragen, die nächste Welle wissenschaftlicher Durchbrüche voranzubringen. Gemeinsam können wir diese Forschungserkenntnisse in spürbare Verbesserungen für die Patientinnen und Patienten überführen, die sie am dringendsten benötigen.

 

Haftungsausschluss:
Dieser Text enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die verschiedenen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die tatsächlichen Ergebnisse können erheblich von den in diesen zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen abweichen, unter anderem aufgrund von Änderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, gesetzlichen Änderungen, behördlichen Genehmigungen, Ergebnissen klinischer Studien, Schwankungen von Wechselkursen, Unsicherheiten in Rechtsstreitigkeiten oder behördlichen Untersuchungen sowie der Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln. Diese und weitere Risiken und Unsicherheiten sind in den bei der U.S. Securities and Exchange Commission eingereichten Berichten von Fresenius Medical Care detailliert aufgeführt. Fresenius Medical Care übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Text enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

Publikationsdatum: März 2026

Verwandte Inhalte