- Die Forschungsinitiative BEACON-US evaluiert klinische Ergebnisse und Patientenerfahrungen mit der hochvolumigen Hämodiafiltration in der klinischen Routineversorgung in den USA über ein breites Spektrum von Patientengruppen hinweg.
- Fresenius Medical Care erweitert den Zugang zu dieser Therapie auf die gesamten USA. Grundlage sind zwei Jahrzehnte Erfahrung und wissenschaftliche Evidenz aus mehr als 90 Ländern, die auf ein verbessertes Überleben und weniger Krankenhausaufenthalte hindeuten.
Bad Homburg (29. Juli 2026) – Fresenius Medical Care AG (FME), der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, kündigte heute die Initiative BEACON-US (Benefits, Effectiveness, And Convective Outcomes in Nephrology – United States; deutsch: Nutzen, Wirksamkeit und konvektive Behandlungsergebnisse in der Nephrologie) an. Die umfassende wissenschaftliche Forschungsinitiative erweitert die klinische Evidenz und die Erkenntnisse aus der Versorgungspraxis zur Online-Hämodiafiltration (HDF) bei Patienten in den USA. Sie begleitet die laufende Einführung der hochvolumigen Hämodiafiltration (HVHDF) von FME in den Vereinigten Staaten. Sie soll medizinischen Fachkräften, Patienten sowie Akteuren im Gesundheitswesen ein besseres Verständnis davon vermitteln, wie sich die Therapie im klinischen Alltag und bei unterschiedlichen Patientengruppen bewährt.
„Die ersten Erfahrungen mit HVHDF in den USA sind vielversprechend: Viele Patienten fühlen sich während und nach der Dialyse besser. So zeigen Daten beispielsweise einen Rückgang von Muskelkrämpfen um 40 Prozent“, sagte Dr. Charles Hugh-Jones, Global Chief Medical Officer von Fresenius Medical Care. „Bereits mehr als 70 Prozent der Behandlungen1 mit der AutoSub plus Technologie erreichen das Ziel für HVHDF von mindestens 23 Litern konvektivem Volumen pro Behandlung. Die ersten Daten aus den USA stehen im Einklang mit der umfassenden internationalen Evidenz, einschließlich der CONVINCE-Studie. Hochvolumige HDF ist in vielen Ländern weltweit als Behandlungsstandard etabliert und wird mit weniger Krankenhausaufenthalten, einer besseren Verträglichkeit der Behandlung, weniger Blutdruckabfällen während der Dialyse und besseren Überlebenschancen in Verbindung gebracht. Angesichts der weltweit zunehmenden Belastung durch Nierenerkrankungen bleibt es eine wichtige Aufgabe, den Zugang zu Therapien zu erweitern, die die Behandlungsergebnisse für Patienten verbessern können.“
Die ersten Beobachtungen stehen im Einklang mit bereits veröffentlichten internationalen randomisierten klinischen Studien und Untersuchungen aus der Versorgungspraxis. Dazu zählt auch die wegweisende, von der Europäischen Union geförderte CONVINCE-Studie. Zusammengenommen bringen diese Studien HVHDF im Vergleich zur konventionellen Hämodialyse mit weniger Krankenhausaufenthalten, weniger versäumten Behandlungen und besseren Überlebenschancen in Verbindung.
Die Datenerhebung in den USA dauert an. Erste Beobachtungen zeigen, dass die hochvolumige HDF im klinischen Einsatz überzeugende Ergebnisse erzielt. Die Zielwerte für die Dialyseeffektivität (Kt/V) werden häufiger erreicht und höhere konvektive Volumina ermöglicht, ohne die Behandlungsdauer zu verlängern. Gleichzeitig wird der Wasserverbrauch reduziert. Medizinische Fachkräfte berichten, dass die intelligenten Automatisierungsfunktionen der Technologie die Arbeitsabläufe vereinfachen, zu einer effizienteren Nutzung der Ressourcen in den Dialysezentren beitragen und eine ruhigere Behandlungsumgebung für Patienten sowie Mitarbeitende schaffen.
So funktioniert die hochvolumige Hämodiafiltration
Die hochvolumige Hämodiafiltration ist eine fortschrittliche Dialysetherapie für Menschen mit Nierenversagen. Sie kombiniert Diffusion – den Hauptmechanismus der konventionellen Hämodialyse – mit verstärkter Konvektion. Dadurch kann ein breiteres Spektrum an angesammelten Abfallstoffen aus dem Blut entfernt werden.
HVHDF ist definiert als das Erreichen eines Konvektionsvolumens von mindestens 23 Litern pro Behandlung. Da sich das tatsächlich erzielte Konvektionsvolumen präzise festlegen und messen lässt, können medizinische Fachkräfte überprüfen, ob die angestrebte Therapiedosis erreicht wurde.
Hochvolumige HDF ist international weit verbreitet. Ihre wissenschaftliche Evidenzbasis umfasst randomisierte klinische Studien und große Beobachtungsstudien aus mehr als 90 Ländern über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten. Die in Europa durchgeführte und im New England Journal of Medicine veröffentlichte CONVINCE-Studie zeigte bei Teilnehmenden, die mit HVHDF behandelt wurden, ein um 23 Prozent geringeres Risiko, an jeglicher Ursache zu versterben, als bei Teilnehmenden unter konventioneller High-Flux-Hämodialyse. Darüber hinaus zeigte die Studie Verbesserungen bei den von Patienten berichteten Behandlungsergebnissen.
Mehr als zwei Jahrzehnte internationale klinische Evidenz und Erfahrung aus der Versorgungspraxis
BEACON-US erweitert eine bereits umfangreiche Evidenzbasis. Zu den kürzlich veröffentlichten internationalen Untersuchungen zum HVHDF-Einsatz im klinischen Alltag zählen unter anderem folgende wichtige Studien:
Zusammengenommen untersuchen diese Studien Ergebnisse, die für Patienten ebenso wie für Gesundheitssysteme von besonderer Bedeutung sind – darunter Überleben und Krankenhausaufenthalte. Für Menschen mit Nierenversagen können weniger Zeit im Krankenhaus und bessere langfristige Behandlungsergebnisse einen spürbaren Unterschied im Alltag bewirken.
Innovation, Umsetzung und Evidenzgewinnung aus einer Hand
Wenige Organisationen vereinen ein globales Medizintechnikgeschäft, eines der weltweit größten Netzwerke für Dialyseversorgung, sowie umfassende Kompetenzen in der klinischen Forschung, Real-World-Evidenz, fortgeschrittene Analytik und Implementierungswissenschaft. Diese Kombination versetzt Fresenius Medical Care in die Lage, nicht nur neue Therapien zu entwickeln und einzuführen, sondern auch deren Ergebnisse unter Real-World-Bedingungen bei der Anwendung in der klinischen Praxis systematisch zu bewerten.
HVHDF-Behandlungen in den USA werden mit dem 5008X CAREsystem von Fresenius Medical Care durchgeführt, das vom Geschäftsbereich Care Enablement des Unternehmens entwickelt wurde.
1 Nach Daten der BEACON-US-Studienkohorte