- Neue Erkenntnisse aus der Versorgungspraxis in den USA zeigen, dass die hochvolumige Hämodiafiltration (HvHDF) im klinischen Alltag erfolgreich durchgeführt werden kann, wobei die Behandlungszielwerte mit den in Europa berichteten Ergebnissen vergleichbar sind
- Der Einsatz von GLP-1-Rezeptoragonisten war bei Dialysepatientinnen und -patienten mit einer signifikant niedrigeren Sterblichkeit und weniger Krankenhausaufenthalten verbunden
- Eine US-Studie berichtet über klinische Erfahrungen mit der automatisierten regionalen Citratantikoagulation bei der kontinuierlichen Nierenersatztherapie bei schwerkranken Patientinnen und Patienten
Bad Homburg, 19. Oktober 2026 – Fresenius Medical Care (FME), der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, stellt auf der Kidney Week 2026 der American Society of Nephrology (ASN) neue Forschungsergebnisse und evidenzbasierte Innovationen vor, die darauf abzielen, die Behandlungsergebnisse für Patientinnen und Patienten zu verbessern. Der Kongress findet vom 21. bis 25. Oktober in Denver, Colorado, USA, statt.
Die Forschungsarbeiten des Unternehmens zeigen, wie Evidenz aus der Versorgungspraxis, fortschrittliche Technologien und Erkenntnisse aus dem klinischen Alltag dazu beitragen können, Behandlungsentscheidungen zu unterstützen und die Versorgung von Menschen mit Nierenerkrankungen weiter zu verbessern.
„Bei Fresenius Medical Care nutzen wir die von uns in großem Umfang gewonnene Evidenz aus der Versorgungspraxis, um die Behandlungsergebnisse für Patientinnen und Patienten zu verbessern und zur Entwicklung künftiger Standards in der Versorgung von Menschen mit Nierenerkrankungen beizutragen“, sagte Charles Hugh-Jones, MD, FRCP, Global Chief Medical Officer von Fresenius Medical Care. „Die Studien, die wir auf der ASN Kidney Week 2026 präsentieren, spiegeln unser Engagement für eine evidenzbasierte Versorgung wider. Sie reichen von der Erweiterung unseres Verständnissses der hochvolumigen Hämodiafiltration in der klinischen Praxis in den USA über neue Erkenntnisse zu Therapien, die mit verbesserten Behandlungsergebnissen für Dialysepatientinnen und -patienten verbunden sind, bis hin zur Unterstützung einer sicheren Anwendung von Nierenersatztherapien in der Intensivmedizin.“
Mit der zunehmenden Verbreitung der hochvolumigen Hämodiafiltration (HvHDF) in den USA untersuchen Forscherinnen und Forscher von Fresenius Medical Care die Einführung der Therapie im Versorgungsalltag. Diese Studien liefern wichtige Erkenntnisse aus US-amerikanischen Versorgungseinrichtungen und tragen zu umfassenderen Aktivitäten zur Generierung wissenschaftlicher Evidenz bei. Dazu zählt auch die Forschungsinitiative BEACON-US des Unternehmens, die das Verständnis der Online-HDF-Therapie und ihrer Behandlungsergebnisse in den USA vertiefen soll.
Zu den zentralen Präsentationen von Fresenius Medical Care auf der Kidney Week 2026 zählen:
- Hochvolumige Hämodiafiltration in den USA: Erreichen des angestrebten Konvektionsvolumens in der Versorgungspraxis: Die Studie stellt das Erreichen des empfohlenen Zielwerts für das Konvektionsvolumen bei HvHDF in einer Kohorte von Patientinnen und Patienten in den USA, die mehr als 10.000 Behandlungen mit dem 5008X CAREsystem umfasste, dar. Bei 74 % der Behandlungen wurde der Zielwert von mindestens 23 Litern erreicht.
- Konvektionsvolumen, Körpergröße und Mortalität bei Hämodiafiltration: Analyse individueller Patientendaten aus randomisierten Studien: Die Untersuchung zeigt den Zusammenhang zwischen Körpergröße, Konvektionsvolumen und Überleben bei Patientinnen und Patienten, die mit HDF behandelt werden, auf. Zudem stellt sie einen stärker individualisierten Ansatz zur Bewertung einer wirksamen HDF-Dosis dar.
- Beobachtung der hochvolumigen Hämodiafiltration mit dem 5008X CareSystem in den USA nahezu in Echtzeit: Plattform zur beschleunigten Auswertung von Versorgungsdaten: Vorgestellt wird eine Überwachungsplattform zur Qualitätsverbesserung, die während der Einführung von HvHDF in den USA eine rasche Analyse klinischer Daten aus der Versorgungspraxis ermöglicht. Sie unterstützt Forschende bei der Bewertung von Ergebnissen wie Mortalität, Krankenhausaufenthalten und versäumten Behandlungen.
- Mortalität und Krankenhausaufenthalte im Zusammenhang mit dem Einsatz von GLP-1-Rezeptoragonisten bei Dialysepatientinnen und -patienten in der Versorgungspraxis: Die Untersuchung von rund 5.000 Dialysepatientinnen und -patienten zeigt einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von GLP-1-Rezeptoragonisten und einer signifikant niedrigeren Mortalität sowie weniger Krankenhausaufenthalten. Ein zweites Abstract zu GLP-1 mit dem Titel „Beginn einer Behandlung mit GLP-1-Rezeptoragonisten und Mortalität bei Patientinnen und Patienten unter Erhaltungshämodialyse: Emulation einer klinischen Zielstudie“ wurde für die Posterpräsentation zu aktuellen Forschungsergebnissen (Late-Breaking Research) am 22. Oktober von 10 bis 12 Uhr ausgewählt.
- Kalziumkontrolle und Elektrolytstabilität während der regionalen Citratantikoagulation mit einem vollständig integrierten CRRT-System: Erkenntnisse aus einer prospektiven multizentrischen Studie: Die multizentrische US-Studie zeigt, dass bei der regionalen Citratantikoagulation mit einem integrierten System für die kontinuierliche Nierenersatztherapie (CRRT) die Zielwerte für die Antikoagulation eingehalten wurden. Elektrolytstörungen traten selten auf und waren beherrschbar; bei den schwerkranken Patientinnen und Patienten wurde keine Citrattoxizität beobachtet.
- KI-gestützte Extraktion und zeitliche Einordnung von Symptomen und klinischen Zeichen aus Hämodialyse-Behandlungsnotizen: Untersucht wird ein auf einem großen Sprachmodell basierender Ansatz, mit dem Symptome und klinische Zeichen aus mehr als 455.000 Dialyse-Behandlungsnotizen extrahiert und klassifiziert werden. Das Projekt zur Qualitätsverbesserung zeigte eine hohe Genauigkeit und verdeutlicht, wie KI die routinemäßige klinische Dokumentation in nutzbare Erkenntnisse überführen kann, die Forschung, Qualitätsverbesserung und künftige klinische Entscheidungen unterstützen.
Neben den wissenschaftlichen Präsentationen können Kongressteilnehmende Fresenius Medical Care am Stand 571 und das zu FME gehörende Renal Research Institute am Stand 255 besuchen. Dort erhalten sie Informationen über aktuelle Forschung und Innovationen des Unternehmens, darunter das 5008X CAREsystem und multiFiltratePRO™.
Weitere Informationen zum Auftritt von Fresenius Medical Care auf der Kidney Week 2026 finden Sie hier.